KAFFEE UND KNOW-HOW · TECHNIK
Latte Art: Wie man seine ersten Muster im Kaffee gelingt
April 2026 · 6 Minuten Lesezeit · Carrera Café · Know-how
Latte Art ist die Verbindung von Technik und Intuition. Eine präzise Bewegung, gut bearbeitete Milch und eine Tasse, die zu einem kleinen, vergänglichen Kunstwerk wird. So beginnt man mit den wichtigsten Formen.
Man denkt oft, dass Latte Art nur Profis vorbehalten ist, die jahrelang an einer Espressomaschine gearbeitet haben. Tatsächlich kommen die ersten erkennbaren Formen mit den richtigen Grundlagen und etwas regelmäßiger Übung schneller, als man denkt. Das Herz, die Rosette, die Tulpe — diese Muster folgen einer Logik, die man lernen kann.
Mikroschäumen: die Grundlage von allem
Bevor man an die Muster denkt, muss man das Mikroschäumen beherrschen. Das ist die Technik, bei der die Milch erhitzt und dabei kontrolliert Luft eingearbeitet wird. Das Ziel: einen glatten, seidigen, fast glänzenden Schaum zu erhalten — in der Szene nennt man das „Velvet Milk“. Die Dampflanze Ihrer Maschine sollte knapp unter der Milchoberfläche eingetaucht sein, leicht seitlich versetzt, um einen Wirbel zu erzeugen. Die Zieltemperatur liegt bei 60 bis 65 °C. Darüber hinaus verbrennt die Milch und der Schaum wird trocken.
Das Herz: die erste Form, die man beherrschen sollte
Das Herz ist der Einstieg ins Latte Art. Um es zu machen, beginnen Sie, die Milch aus etwa 10 cm Höhe zu gießen, um unter die Crema des Espressos zu gelangen. Wenn die Tasse zu zwei Dritteln gefüllt ist, senken Sie den Krug nahe an die Oberfläche und lassen Sie die aufgeschäumte Milch an einem festen Punkt fließen. Sie werden eine weiße Form entstehen sehen. Beenden Sie, indem Sie den Krug mit einer entschlossenen Bewegung zu sich hinziehen, um die Form zu durchschneiden und die Spitze des Herzens zu erzeugen.
Die Rosette: die charakteristische Form
Die Rosette ist komplexer, aber nach ein paar Tagen Übung erreichbar. Die Technik besteht darin, den Krug von links nach rechts zu schwingen, während man ihn langsam zu sich hinführt. Diese seitliche Bewegung erzeugt die charakteristischen „Blütenblätter“ der Rosette. Die Feinheit des Musters hängt von der Geschwindigkeit der Schwingungen und der Konstanz des Milchflusses ab. Beginnen Sie langsam und beschleunigen Sie allmählich, wenn Sie sicherer werden.
Die häufigsten Fehler
Der erste Fehler ist, zu schnell zu gießen, wodurch der Schaum keine Zeit hat, sich auf der Crema abzusetzen. Der zweite ist zu heiße Milch – über 65°C verändert sich die Textur und die Muster halten nicht mehr. Der dritte Fehler ist, die Tasse während des Gießens nicht zu stabilisieren. Stellen Sie Ihre Tasse immer auf eine stabile, leicht zu Ihnen geneigte Oberfläche, um einen besseren Gießwinkel zu haben. Und vor allem: Üben Sie. Jeder Tag bringt neue, kaum wahrnehmbare Fortschritte, die sich summieren.
KOMMEN SIE UND SEHEN SIE LATTE ART IN AKTION
Im Carrera Café im Petit Champlain wird jeder Kaffee mit Sorgfalt zubereitet. Kommen Sie vorbei, entdecken Sie unser Handwerk und gehen Sie inspiriert nach Hause.
WIR FINDENVERWANDTE ARTIKEL
Kommentare (0)
Für diesen Artikel gibt es keine Kommentare. Seien Sie der Erste, der eine Nachricht hinterlässt!