Guatemala
Guatemala wird oft von seinen Nachbarn auf dem Kontinent – Kolumbien, Brasilien, Costa Rica – überschattet. Doch diejenigen, die es gut kennen, können nicht genug davon bekommen. Ein schokoladig-würziges Profil von bemerkenswerter Tiefe, produziert auf Vulkanen, die atemberaubende Landschaften überragen.
Vulkane und Regen
Guatemala hat mehr als 30 Vulkane. Die Hänge dieser Vulkane, gedüngt durch Jahrhunderte von Asche, bieten ein außergewöhnliches Terroir für Kaffee.
Ausgesprochen „weh-weh-te-nango“, ist diese Region im Nordwesten Guatemalas die bekannteste für Spezialitätenkaffee. Die extreme Höhe, die trockenen Winde aus Mexiko und die kühlen Nächte schaffen ideale Anbaubedingungen.
Die Kaffeepflanzen wachsen oft in Gebieten, die mit dem Auto nicht erreichbar sind. Die Kirschen werden auf Maultieren zu den Waschstationen transportiert. Diese logistische Herausforderung trägt direkt zur Qualität bei – nur die motiviertesten Chargen erreichen die seriösen Röster.
Das Tal von Antigua, umgeben von drei Vulkanen, ist eine der meistfotografierten Regionen der Kaffeewelt. Sein vulkanischer Boden und das besondere Mikroklima erzeugen einen Kaffee mit Noten von gerauchtem Tabak, Kakao und Karamell.
Die Kaffees aus Antigua sind oft eher „old school“ – tiefgründig, körperreich, ein wenig mysteriös. Anders als die fruchtige Exubstanz von Huehuetenango, aber ebenso faszinierend.
Das guatemaltekische Profil
Ein tröstlicher Kaffee, der sich nicht vereinfacht. Komplex, tiefgründig, mit bemerkenswerter Persistenz im Mund.
Wenn Äthiopien der Kaffee der Blumen und Kolumbien der Kaffee der Früchte ist, dann ist Guatemala der Kaffee der Schokolade. Nicht auf einfache Weise – sondern tiefgründig, wie ein 72%-Schokoladenstück, das am Gaumen Gewürze offenbart.
Warum Baristas ihn lieben
In einem Latte oder Cappuccino verschwindet das guatemaltekische Profil nicht. Es geht eine Verbindung mit der Milch ein. Und das ist selten.
Viele delikate Kaffees aus der Herkunft werden in einem Flat White oder Latte von der Milch „überdeckt“. Ihre blumigen oder fruchtigen Noten verschwinden beim Kontakt mit heißer Milch. Guatemala hingegen hält stand.
Sein schokoladig-würziges Profil hält der Milchemulsion stand. Es wird sogar verstärkt: Die Kakaonoten werden fast zum Dessert, die Gewürze bleiben erhalten. Deshalb wählen Baristas, die Milchgetränke mögen, oft einen Guatemalteken als Basis.
Guatemala entdecken
Verfügbar je nach unseren saisonalen Chargen. Ein Kaffee, der vor allem für Milchgetränke bestellt wird – aber auch schwarz überrascht.
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